Filme zu Antisemitismus_Holocaust
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Mädchen Nr. 60427
1998: In den Sommerferien verbringt die 11-jährige Re’ut eine Woche bei ihrer Grossmutter in Tel Aviv. Dabei entdeckt sie deren Tagebuch. Sie taucht damit in Omas Erinnerungen ein, die sie den Schrecken des Naziterrors angstvoll miterleben lassen, gestaltet als animierte Szenen im heutigen Alltag des Mädchens. Die Oma hat Auschwitz überlebt – andere aus der Familie nicht. Am Ende bleibt die Erinnerung an das Geheimnis des Tagebuchs, das Re’ut von nun an mit ihrer Oma teilt.Film in den Originalsprachen Hebräisch und Jiddisch mit deutschen Untertiteln.Inhalt:- Film in 5 Kapiteln- interaktive Arbeitsblätter (H5P), Lernmaterial (PDF, DOCX), Bilder (JPEG)
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Memory Hotel
Deutschland, 1945: Die fünfjährige Sophie und ihre Eltern fliehen vor der Roten Armee. Im Gepäck haben sie nur ein paar Kleidungsstücke und Fahrkarten für ein Schiff nach Amerika. Doch das Schicksal hat andere Pläne. Während einer Rast im Hotel gerät die Familie in einen Konflikt mit dem diabolischen Nazi Scharf und seinem Hitlerjungen Beckmann – mit fatalen Folgen. Im brutalen Handgemenge verliert die kleine Sophie nicht nur ihre Eltern, sondern auch ihre Erinnerungen. Als sie wieder zu sich kommt, ist das Hotel in sowjetischer Hand und sie zur Köchin des Hauses befördert. Die Jahrzehnte verstreichen wie im Flug und unter der Obhut des Sowjetsoldaten Wassili wächst Sophie zur Frau heran. Noch ahnt sie nicht, dass die Wahrheit über ihre Vergangenheit den Weg in ihre Zukunft ebnen wird – und der erste Hinweis im Luftschutzkeller des Hotels seit vielen Jahren nur darauf wartet, von ihr entdeckt zu werden.Eine formalästhetisch einzigartige, kunstvoll-surreale Parabel auf die deutsche Nachkriegsgeschichte und ein Meisterstück des analogen Filmhandwerks: 25 Jahre hat der deutsche Regisseur Heinrich Sabl an «Memory Hotel» gearbeitet – nun erblickt er endlich das Licht der Filmwelt. Der mit aufwändiger Stop-Motion-Technik realisierte Spielfilm ist ein absolutes Kinojuwel – klug, aufrüttelnd und visuell schlicht atemberaubend.
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The Zone of Interest
Regisseur und Drehbuchautor Jonathan Glazer liess sich für den Film von dem gleichnamigen Buch des verstorbenen Autoren Martin Amis inspirieren. Sein Film beleuchtet die Schrecken des Holocaust aus der Perspektive von Rudolf und Hedwig Höss, dem Kommandanten von Auschwitz und seiner Familie, die in ihrem Bilderbuchheim Mauer an Mauer mit dem Vernichtungslager ein äusserst privilegiertes Leben führen.
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White Bird
Julian (Bryce Gheisar) kämpft als Aussenseiter um Anerkennung in seiner Schule. Als er nach einem Zwischenfall mit seinem Klassenkameraden der Schule verwiesen wird, nimmt seine Grossmutter (Helen Mirren) den Vorfall zum Anlass, ihm ihre eigene Geschichte des Mutes zu erzählen. Während ihrer Jugend im von Nazis besetzten Frankreich rettet ein Junge sie vor der tödlichen Gefahr und versteckt sie in der Scheune seiner Farm. Dort erschaffen sich die beiden ihre eigene atemberaubende, magische Welt – und finden ihre erste Liebe. Währenddessen riskiert die Mutter des Jungen (Gillian Anderson) alles, damit ihr Versteck nicht auffliegt. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Jugendbuch von Raquel J. Palacio.
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One Life
Nicholas «Nicky» Winton (Johnny Flynn), ein junger Londoner Makler, rettet in den Monaten vor dem Zweiten Weltkrieg 669 Kinder vor den Nazis. Nicky besucht Prag im Dezember 1938 und findet dort Familien vor, die vor dem Aufstieg der Nazis in Deutschland und Österreich geflohen waren und unter verzweifelten Bedingungen und der unmittelbaren Bedrohung einer Nazi-Invasion leben. Ihm wird sofort klar, dass es ein Wettlauf gegen die Zeit ist: Wie viele Kinder können er und sein Team retten, bevor die Grenzen geschlossen werden? 50 Jahre später, wir schreiben das Jahr 1988, wird Nicky (Anthony Hopkins) noch immer vom Schicksal der Kinder verfolgt, die er nicht nach England in Sicherheit bringen konnte. Er macht sich Vorwürfe, nicht mehr unternommen zu haben. Doch dann gibt es ein überraschendes Wiedersehen mit einigen inzwischen erwachsenen Kindern, die ihm sein Leben verdanken.
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Völlig meschugge?!
Nach einem Drehbuch der Erfolgsautoren Andreas Steinhöfel, Klaus Döring und Adrian Bickenbach. Charly (11) und Benny (11) sind dickste Freunde seit der Krabbelgruppe. Auch Hamid (12), der 2015 als Flüchtlingskind aus Syrien kam, gehört mit dazu. Doch die Freundschaft droht zu zerbrechen, als Bennys Opa stirbt und seinem Enkel eine Kette samt Davidstern vererbt. Für Benny ist es nur ein Zeichen der Verbundenheit, doch für einige Jungs aus der Schule, die nur nach Streit suchen, ist es ein gefundenes Fressen. Plötzlich geraten die Drei in ein Geflecht aus Rassismus, Mobbing und Antisemitismus, das nicht nur ihre Freundschaft, sondern auch Bennys Leben bedroht.
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Masel Tov Cocktail
Zutaten: 1 Jude, 12 Deutsche, 5cl Erinnerungskultur, 3cl Stereotype, 2 TL Patriotismus, 1 TL Israel, 1 Falafel, 5 Stolpersteine, einen Spritzer Antisemitismus Zubereitung: Alle Zutaten in einen Film geben, aufkochen lassen und kräftig schütteln. Im Anschluss mit Klezmer-Musik garnieren. Verzehr: Vor dem Verzehr anzünden und im Kino geniessen. 100% Koscher. -
Dimitrij Liebermann, der Sohn russischer Einwanderer und Schüler an einem Gymnasium, ist Jude. Freunde und Mitschüler nennen ihn nur kurz „Dima“. Er hat seit einiger Zeit eine Freundin, doch Michelle ist keine Jüdin. Seine Mutter, eine Klavierlehrerin, schaut am liebsten einen der 23 russischen Sender, die ihre Satellitenanlage empfängt. Als ihn sein Mitschüler Tobi auf der Schultoilette mit seiner Beschneidung provoziert und ihm erklärt, dass man Juden wie ihn früher vergast hätte, schlägt Dima ihn mitten ins Gesicht, woraufhin Tobi zu Boden fällt und sich die Nase bricht. Dima wird für eine Woche von der Schule verwiesen und soll sich mit Blumen bei Tobi entschuldigen ...Im Katalog anzeigen -
Kratzer
Wie fängt es an? Auf einer alten Schulbank werden aus Penis-Kritzeleien und eingeritzten Herzen bald ein Judenstern, Beleidigungen und schliesslich antisemitische Parolen. Ruhig berichtet eine Stimme, wie die Eskalation sich immer weiter fortsetzt und schliesslich für Täter und Opfer nachhaltige Konsequenzen hat. Enden Beleidigungen und Verletzungen jemals, und was bleibt zurück?Ein kunstvoll verdichteter Blick auf Mobbing, Antisemitismus und lebenslange Folgen.Inhalt:- 9 Arbeitsblätter (PDF, DOCX)- Bildergalerie mit Standfotos- Medien- und Link-Tipps- Einführung in die Filmthemen- Vorschläge für den Unterricht
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Stolpersteine – Felix Nussbaum
«Stolpersteine» findet man in vielen Städten und Gemeinden Deutschlands. Es sind kleine Gedenktafeln aus Messing. Sie liegen ins Pflaster eingelassen in Gehwegen vor Häusern, wo Menschen gewohnt haben, bevor sie von den Nationalsozialisten während des Holocaust in ein Lager verschleppt wurden. Einer davon erinnert in Osnabrück an den Maler Felix Nussbaum. Neben einem Exkurs zum Erstarken des Nationalsozialismus und der zunehmenden Bedrohung der Jüdinnen und Juden folgt der Film Felix auf seiner Flucht aus Deutschland durch Italien und Frankreich, bevor er schliesslich in Brüssel eine neue Heimat findet. Doch nach dem Einmarsch der Deutschen in Belgien wird Nussbaum als Jude in Frankreich interniert. Nach einigen Monaten gelingt ihm und seiner Frau die Flucht nach Brüssel, wo er untertaucht und weitermalt. 1944 werden Felix und seine Frau denunziert, verhaftet und ins KZ Auschwitz gebracht, wo sie schliesslich ums Leben kommen. Inhalt:- Film in 3 Kapiteln - 6 Zusatzfilme - Bildergalerie - Vorschläge für den Unterricht- Unterrichtsmaterialien (PDF) - Infobögen und Hintergrundinformationen (PDF) - Arbeitsblätter (PDF)
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13 Führerscheine : Dreizehn jüdische Schicksale
Im Jahr 2017 wurden im Lichtenfelser Landratsamt in einem unscheinbaren braunen Briefumschlag 13 Führerscheine gefunden. Im Rahmen eines Seminars haben Schülerinnen und Schüler des Meranier-Gymnasiums Lichtenfels die Geschichte der 13 Führerscheine aufgearbeitet. Die Doku zeigt die Hintergründe der Enteignung und begleitet Familienangehörige der ehemaligen Fahrerlaubnisbesitzer, die sich aus den USA und Argentinien auf den Weg nach Lichtenfels gemacht haben.
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Sophie Scholl - Briefwechsel mit Fritz Hartnagel
Der Film beruht auf der Graphic Novel (oder auch Comic-Biografie) von Heiner Lünstedt und Ingrid Sabisch, erschienen im Knesebeck Verlag (2015). Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Biografien über Sophie Scholl, die sich dem Widerstand der «Weissen Rose» widmen, steht im Mittelpunkt der Graphic Novel und des Filmes Sophies Verhältnis zu ihrem Verlobten Fritz Hartnagel. Kooperation mit steyl medien.
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DELEGATION - Selfie aus Auschwitz
Nitzan, Ido und «Frischi» fahren mit ihrer Klasse – wie die meisten israelischen Abschulklassen – nach Polen und besuchen dort die Gedenkstätten ehemaliger deutscher Vernichtungslager. Sie sollen so die Geschichte ihrer Vorfahren, ihres Landes an den konkreten Orten des Völkermordes an Juden und Jüdinnen besser verstehen. Auch ein Schoah-Überlebender begleitet sie: Yosef, der Opa von Frischi, der den Jugendlichen von seiner Kindheit und Jugend erzählt. Das ist emotional belastend, sogar überfordernd – für ihn, für seinen Enkel, für die Lehrer*innen und die Schüler*innen. Das Programm ist dicht gedrängt. Selbst im Reisebus zwischen den einzelnen Stationen wird jede freie Minute mit Filmen wie «Anatevka» oder «Schindlers Liste» gefüllt. Doch die Schüler*innen haben auch anderes im Kopf, es wird gesungen, gelacht, gelästert und geflirtet. Denn sie sind jung, abenteuerlustig und verliebt – oft in die falsche Person – und interessieren sich nach dem Pflichtprogramm abends vor allem für Party. Der israelische Regisseur Asaf Saban fängt mit viel Gespür für jugendliche Befindlichkeiten die Widersprüche dieser besonderen Klassenfahrt ein. Wie kann man Geschichte in diesem Rahmen vermitteln? Wird Betroffenheit hier zum blossen Ritual, vielleicht sogar unter Gruppenzwang? Bleiben genügend Zeit und Raum für die individuelle Reflexion? So zeigt der sensibel beobachtende Film, wie die Reise die Teenager emotional mitnimmt, zuweilen überfordert und doch eine wichtige Etappe zu ihrem Erwachsenwerden darstellt.
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Fragt heute : Batsheva Dagan
Im September 2019 besichtigte eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Magdeburg das Staatliche Museum Auschwitz-Birkenau. Auf Initiative der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt wurden sie von der Zeitzeugin Batsheva Dagan begleitet und bekamen dadurch die Chance, aus erster Hand von einer Holocaust-Überlebenden zu erfahren, was an diesem Ort geschehen ist. Der Film dokumentiert die gemeinsame Reise und die Geschichte von Batsheva Dagan.
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Den Nazis eine schallende Ohrfeige versetzen
«Den Nazis eine schallende Ohrfeige versetzen!» wollte der überzeugte Pazifist Konrad Reisner und initiierte u.a. gemeinsam mit Willy Brandt eine zunächst ausweglos erscheinende Kampagne: Reisner setzte alles daran, für Carl von Ossietzky die Verleihung des Friedensnobelpreises zu erwirken, um so den inhaftierten Journalisten und Herausgeber der Zeitschrift «Die Weltbühne» aus dem KZ Papenburg-Esterwegen zu befreien. Eine berührende Geschichte und nur eines von vielen mutigen Zeugnissen des Widerstands gegen das NS-Regime, das in diesem literarischen Kammermusikabend zu hören ist. Bertolt Brechts satirischem «Lied vom Anstreicher Hitler» steht Oskar Maria Grafs mutiger Aufruf «Verbrennt mich!» gegenüber, Kurt Tucholskys bitterböser «Ode an Das Dritte Reich» die ironisch-melancholischen Exil-Gedichte der jüdischen Schriftstellerin Mascha Kaléko.
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Wo ist Anne Frank
In diesem Animationsfilm werden abwechselnd zwischen Gegenwart und Vergangenheit zwei Handlungen erzählt: Bei der ersten Handlung erwacht die imaginäre Freundin von Anne Frank «Kitty» in der heutigen Zeit im Anne-Frank-Haus zum Leben und begibt sich gemeinsam mit dem Jungen Peter, der sich für die Flüchtlinge der Gegenwart engagiert, auf die Suche nach dem Leben und der Geschichte von Anne Frank. Dabei werden Rückblicke auf das Leben von Anne Frank und ihren Eltern gezeigt, der Zeit vor ihrem Untertauchen, der Deutschen Besetzung der Niederlande, ihrem Leben im Hinterhaus und die letzten Lebensmonate in den Konzentrationslagern.
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Triff Anne Frank
Durch das weltberühmte Tagebuch der Anne Frank erfahren viele Schüler:innen das erste Mal etwas über die nationalsozialistische Terrorherrschaft und den Holocaust, knapp 90 deutsche Schulen tragen ihren Namen. Die zeitreisende Promireporterin Clarissa Corréa da Silva lernt das bedrückende Leben im Hinterhausversteck in Amsterdam kennen. Und sie trifft mit Anne Frank (Katharina Kron) ein Mädchen mit vielen Ecken und Kanten und einem Traum: Schriftstellerin werden.
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Anne Frank : Die ganze Geschichte
1940. Anne Frank lebt mit ihren Eltern Otto und Edith und ihrer Schwester Margot im Amsterdamer "Flussviertel". Die Franks gehören der jüdischen Mittelschicht an, und Anne wächst wohlbehütet zu einem aufgeweckten Teenager heran. Sie mag die Dinge, die alle Mädchen in ihrem Alter mögen: zusammen mit Freundinnen Eislaufen gehen, Filmstars, Modezeitschriften und Jungs. Die Unbeschwertheit ihres Lebens endet abrupt, als Anne ihre Schulklasse verlassen muss, um auf ein jüdisches Gymnasium zu gehen. Kurz nach ihrem 13. Geburtstag muss die Familie erneut fliehen und versteckt sich im Hinterhaus der Amsterdamer Pinsengracht, wo sich auch Ottos Firma befindet.Auf diese Weise entkommen Anne und ihre Familie gerade noch den Nazis, die damit begonnnen haben, die Juden Amsterdams in Konzentrationslager zu treiben. Doch der Alltag in den abgedunkelten, feuchten Räumen ist hart, und selbst dort sind die Franks nicht sicher ...
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Als Hitler das rosa Kaninchen stahl
Berlin 1933: Anna Kemper ist neun Jahre alt, als sich ihr Leben von Grund auf ändert. Um den Nazis zu entkommen, muss ihr Vater nach Zürich fliehen. Seine Familie folgt ihm kurze Zeit später. Anna lässt alles zurück, auch ihr geliebtes rosa Stoffkaninchen und muss sich in der Fremde einem Leben voller Herausforderungen und Entbehrungen stellen.
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Nebel im August
Ein als schwer erziehbar geltender Junge aus einer jenischen Familie wird während des Nationalsozialismus seinem Vater weggenommen und in Erziehungsheime gesteckt, bis er 1942 in einer Pflege- und Heilanstalt landet. Dort wird er Zeuge der Euthanasie und stellt sich ihr entgegen, bis er selbst zum Opfer wird. Das auf der gleichnamigen Romanbiografie über Ernst Lossa (1929-1944) fußende Drama setzt den Glücksanspruch und den Widerstand des Protagonisten gegen die Verbrechen der Täter mit einer dramatischen Lichtführung eindrucksvoll ins Bild. Der Film vermittelt eindringlich, was passiert, wenn sich das Leben nach Kriterien der Nützlichkeit für eine Gesellschaft bestimmt.
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Helden, die keine sein wollten
Sie versteckten Juden, Dienstverweigerer und andere Verfolgte während des Zweiten Weltkriegs - und riskierten dabei ihr eigenes Leben. Der Film zeigt den Weg einer ländlichen Gemeinschaft, die Menschenrecht und Menschenwürde über politisches Kalkül und Rassismus stellen. Ein Film mit hoher Tagesaktualität.
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Akte Grüninger
Im August 1938 schliesst die Schweiz ihre Grenze für jüdische Flüchtlinge – ein Todesurteil. Doch nicht alle Beamten halten sich an die unmenschliche Weisung. Paul Grüninger nützt bürokratische Lücken und setzt aus moralischer Überzeugung alles auf Spiel. Paul Grüninger (1891-1972) wird zu Recht als „Oscar Schindler“ im Grenzgebiet zwischen Deutschland und der Schweiz in die Geschichte eingehen: Er rettet 2000 Menschen das Leben. Der Film „Grüninger“ ist einerseits natürlich ein Zeitdokument über eines der grausamsten Verbrechen, das an der Menschheit je begangen wurde und welches auch das Land Schweiz erheblich und nachhaltig tangierte. Andererseits – und vor allem – ist es jedoch die Nacherzählung eines heldenhaften Stück Lebens, das sich selbst nie heroisch gesehen hat. Es ist die Geschichte eines Mannes, welcher sich in schwersten Zeiten gegen die Gesetze stellt, sich der eigenen Menschlichkeit verpflichtet und dabei Stellung, Ehre, Freundschaften und das Wohl der eigenen Familie aufs Spiel setzt. Keine Kriegserzählung, sondern die Geschichte eines Mannes, der inmitten der grössten Kriegswirren, den wichtigsten Kampf mit und gegen sich selbst austrägt und damit den bedeutendsten Krieg gewinnt: sich für das Gute einzusetzen.
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Der letzte Mentsch
Marcus ist ein Überlebender von Theresienstadt und Auschwitz. Seine Strategie nach dem Krieg war das Vergessen. Doch nun holt ihn die Vergangenheit ein, und er möchte als Jude bei den Seinen beerdigt werden. Zu seiner Überraschung muss er aber erst einmal beweisen, dass er überhaupt Jude ist. Er braucht Dokumente oder Zeugenaussagen ...
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Die Schüler der Madame Anne
Der Klasse 11 des Léon-Blum-Gymnasiums im trostlosen Pariser Vorort Créteil eilt ein besonders schlechter Ruf voraus. Eine spannungsgeladene Mischung unterschiedlicher Kulturen sorgt dauernd für Konflikte und die meisten Schüler haben eh keine Lust auf Schule. Wer hier unterrichten will, muss erst einmal dafür sorgen, dass Kopfhörer abgenommen, Kaugummis ausgespuckt und Nagellack-Fläschchen zugeschraubt werden. Unvoreingenommen stellt sich die erfahrene Lehrerin Anne Gueguen dieser Herausforderung. Ohne mit der Wimper zu zucken, meldet sie die Klasse bei einem Schülerwettbewerb zum Thema «Kinder und Jugendliche in den KZs der Nazis» an. Mit grosser Beharrlichkeit gelingt es ihr, die Schüler in eine gemeinsame Aufgabe zu verwickeln. Mehr und mehr vertiefen sich die Jugendlichen in das Thema und lernen in der Auseinandersetzung mit dem Holocaust viel über sich selbst und entdecken den Wert der Achtung vor dem Anderen. Der anrührende Film basiert auf einer wahren Geschichte.
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Stillleben
Die 30er-Jahre: Während die Kunstwelt den Kampf gegen die erbarmungslose Gleichschaltung durch das NS-Regime verliert, gelingt es ausgerechnet dem unscheinbaren Hausmeister der Hamburger Kunsthalle, einige «entartete» Kunstwerke vor der Vernichtung zu bewahren – unter seinem Bett.
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Die Frau in Gold
Maria Altmann, eine Jüdin, die vor mehr als einem halben Jahrhundert ihre Heimatstadt Wien zum Schutz vor den Schergen Adolf Hitlers verlassen musste und seitdem in Los Angeles lebt, erfährt in den späten 1990er-Jahren vom Schicksal jenes Porträts ihrer Tante Adele, das der Maler Gustav Klimt anfertigte. Mit Hilfe eines jungen Anwalts macht sie vor dem Obersten Gerichtshof ihre Ansprüche auf das wertvolle Gemälde geltend. Die sachkundige Haltung des Films und die Kritik an den reparationsunwilligen österreichischen Behörden werden gelegentlich durch sentimentalisierte Rückblenden in die Zeit der Judenverfolgung verwässert; dennoch geht das Thema der Zwangsenteignung jüdischen Eigentums nie verloren und bleibt dank der glaubhaften Darsteller stets Zentrum des Films.
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Die Blumen von gestern
Eine irgendwie doch sehr romantische Komödie am Rande des Abgrunds: Mitten in der tiefsten Lebenskrise wird dem Holocaust-Forscher Toto eine Assistentin zur Kongress-Vorbereitung zugeteilt – Zazie, jüdischer Herkunft und mit ausgeprägter Teutonen-Phobie. Der Stargast des Kongresses, eine berühmte Schauspielerin, zieht plötzlich die Zusage zurück und zwischen Totos und Zazies Biografien tauchen bizarre Verbindungen auf ... Chris Kraus verbindet hier auf seine eigene, leidenschaftliche Art Komödie mit einem zutiefst berührendem Drama. In den Hauptrollen brillieren Lars Eidinger, wie man ihn noch nie gesehen hat, und die sensationelle Adèle Haenel, weltweit gefragter französischer Shooting-Star.Inhalt: - Film - Bonusmaterial: Making-of, Interviews mit Cast und Crew, Behind the Scenes, Trailer, Booklet
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Das schreckliche Mädchen
Nachdem die Klosterschülerin Sonja Wegmus einen internationalen Aufsatzwettbewerb gewonnen hat und von ihrer Heimatstadt Pfitzing hochgeehrt worden ist, macht sie sich an ein neues Thema. Sie will sich mit der Rolle ihrer Heimatstadt im Dritten Reich beschäftigen und den lokalen Widerstand gegen die Nazis dokumentieren. Bei ihren Recherchen stösst sie jedoch auf unerwartet klare Ablehnung. Bürgerinnen und Bürger und Ämter verweigern jegliche Kooperation. Mehr und mehr zeigt sich, dass NS-Verbrechen in Pfitzing bewusst verschleiert werden. Doch Sonja lässt sich nicht aufhalten. Jahre später veröffentlicht sie ein Buch über die bisher erfolgreich vertuschte nationalsozialistische Vergangenheit ihrer Stadt.Michael Verhoevens Film basiert auf dem authentischen Fall der Passauerin Anna Rosmus. Nach dem Silbernen Bären für die Beste Regie folgten 1991 eine Oscar®- und Golden-Globe-Nominierung.Bonusmaterial:- Interview mit Michael Verhoeven- Das Mädchen und die Stadt oder: Wie es wirklich war- Biografie Michael Verhoeven
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Jud Süss 2.0 - Vom NS- zum Online-Antisemitismus
«Jud Süss 2.0» dokumentiert die visuellen Wurzeln eines neuen Antisemitismus im Internet und in Social Media und wirft dabei den historischen Blick zurück auf die Bildpropaganda des Nationalsozialismus: Wirken Klischees, Stereotype und Narrative von NS-Filmen wie «Jud Süss», «Die Rothschilds» oder «Der ewige Jude» bis ins heute hinein? Wo finden sich Kontinuitäten der Filmsprache dieser bis heute nicht freigegebenen NS-Propagandawerke zu Inhalten auf rechten Plattformen oder in Wahlkampagnen rechtsextremer Politiker?
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Kippa
Nachdem seine Mitschüler erfahren, dass er jüdisch ist, wird Oskar auf einmal drangsaliert und bedroht. Während der Schulleiter die Appelle seiner Eltern ignoriert, sucht Oskar eigene Wege, mit den Demütigungen umzugehen. Nach wahren Begebenheiten. Die 30-minütige Doku "Kippa - die Reportage. Antisemitismus in Deutschland" begibt sich auf Spurensuche und bietet Einblick in Erfahrungen, die Menschen mit Antisemitismus in Deutschland gemacht haben.
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Antisemitismus heute : Wie judenfeindlich ist Deutschland?
15 bis 20 Prozent der Deutschen haben noch immer eine antisemitische Haltung. Drei Filmemacher begeben sich auf eine Reise durch Deutschland und erzählen die Geschichten hinter den Zahlen. Experten wie Menschen auf der Straße werden befragt. Sie treffen auf Opfer von antisemitischem Denken, von Übergriffen und Demütigungen: Einem Rabbiner, der auf offener Straße von Jugendlichen zusammengeschlagen wurde, einem Schüler der von seinen Mitschülern gemobbt wurde und deswegen nach Israel auswanderte. Die Journalisten sprechen mit Aussteigern aus der rechten Szene und befragen Ahmad Mansour, der die Verbreitung des muslimischen Antisemitismus erforscht. In vielen muslimischen Familien wird Judenhass vorgelebt, gestützt von arabischen Fernsehsendern, die ihre antisemitischen Kampagnen weltweit verbreiten. Während die Dokumentation für einen weiten Überblick sorgt, gehen die umfangreichen, hochwertigen wie abwechslungreichen Unterrichtsmaterialien in die Tiefe dieses wichtigen Themas.
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Brunngasse 8 : Zeitreise nach Zürich
BRUNNGASSE 8 ist ein Dokumentarfilm über das mit prächtigen Malereien ausgestattete Haus in der Zürcher Altstadt und seine älteste Bewohnerin, Silvana Lattmann. Im Film erzählen sechs Menschen und eine Maus vom Zusammenleben zwischen Juden und Christen, zwischen Minderheiten und Mehrheiten, damals wie heute. Mit Ingrid Kaufmann, Silvana Lattmann, Raoul Schrott, Elijahu Tarantul, Dölf Wild und Daniel Teichman.
Zur Vertiefung: Die Regisseurin bietet thematische Stadtführungen an, unter anderem auch zum Film «Brunngasse 8». Informationen dazu finden sich auf www.maulhelden.ch.Im Katalog anzeigen
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